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Interaktiver Rechner: Warum sind Dienstleistungen so teuer?

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Zettel mit Symbolischen Dienstleistern, einer Banknote und drei € Symbolen in einem TabletPC
M mit Gemini

Warum Dienstleistungen scheinbar unbezahlbar sind – der Rechner zeigt, was netto übrig bleibt.


Eine heisse Diskussion im Internet seit Corona: Ob Friseur, Handwerker oder der Bäcker um die Ecke: Viele Menschen beschweren sich über rasant steigende Preise und hohe Stundensätze. Doch sind Dienstleistungen wirklich zu teuer? Wenn man den Blick auf das lenkt, was am Ende in der Tasche des Dienstleisters landet, relativiert sich der Preis schnell.

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Warum sind Dienstleistungen so teuer?

Dienstleistungen wirken teuer, weil Kunden mit dem Stundensatz nicht nur die reine Arbeitszeit bezahlen. Ein Großteil des Geldes fließt in staatliche Abgaben (Umsatzsteuer, Einkommensteuer), Sozialversicherungen sowie betriebliche Fixkosten (Miete, Werkzeug, Versicherungen). Durch die doppelte Belastung von Steuern und Abgaben – sowohl beim Kunden als auch beim Dienstleister – bleibt oft nur ein kleiner Bruchteil des Bruttobetrags als Nettoverdienst übrig.

Die Rechnung: Vom Stundensatz zum Netto-Verdienst

Ein Stundensatz von 80-100 Euro beim Handwerker klingt im ersten Moment nach viel Geld. Die Realität nach dem Kassensturz sieht jedoch völlig anders aus:
Staat greift sofort zu: 19 % Umsatzsteuer gehen direkt an das Finanzamt.
Betrieb frisst Umsatz: Miete, Fuhrpark, Werkzeuge und Versicherungen müssen bezahlt werden.
Die Abgabenlast schlägt zu: Vom verbleibenden Gewinn müssen Einkommensteuer und die kompletten Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung bezahlt werden.
Am Ende bleiben von einem hohen Stundensatz oft nur etwa 15 bis 25 Euro echtes Netto übrig.

Das Doppel-Steuer-Dilemma: Probier es selbst aus!

Das Hauptproblem ist der extreme Einfluss von Steuern und Sozialversicherungen (SV). Diese müssen nämlich zweimal abgeführt werden: einmal von dir, wenn du dein Geld verdienst, und ein zweites Mal vom Dienstleister, wenn er dein Geld einnimmt.
Um diesen Effekt zu verdeutlichen, findest du unten zwei Rechner:
Top-Down-Rechner: Sieh genau, wie viel Netto-Taschengeld dem Dienstleister von dem Betrag bleibt, den du hart erarbeitet hast.
Bottom-Up-Rechner: Gib dein Wunsch-Netto für den Dienstleister ein und erfahre, wie viel brutto du selbst dafür erwirtschaften musst.

Top-down Rechner: ausgehend von deinem Brutto Gehalt

Rückwärtsrechner ausgehend von Netto Gehalt des Dienstleisters